Universitäts.club Symposien

Mit seinem transdisziplinären, philosophisch-dialektischen Zugang verfolgt der Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten eine ganzheitliche Idee eines Symposiums. Prozesse der kollektiven Selbstreflexion werden für die Praxis des Managements, in der es zunehmend auf die Steuerung von und Vermittlung zwischen komplexen gesellschaftlichen Systemen ankommt, immer wichtiger. Daher sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, ihren persönlichen Standpunkt und ihre konkreten Fragestellungen zum Thema des Symposiums einzubringen, ihre persönlichen Erfahrungen auszutauschen und angebotene Lösungsvorschläge zu überprüfen.

Eingebettet in die besondere Atmosphäre der Abbazia di Rosazzo, einem romanischen Kloster inmitten der Weinberge des friulanischen Collio-Gebietes, wird diese gemeinsame Auseinandersetzung mit einer brisanten Fragestellung zu einer produktiven Zäsur, welche sich vom hektischen beruflichen Alltag wohltuend unterscheidet. Dieser entspannte und anregende Rahmen wird von einem interessanten Publikum wissenschaftsorientierter Unternehmer, Manager und Berater, auch aus dem öffentlichen Bereich, alljährlich gerne angenommen und ist damit ein transdisziplinärer Treffpunkt mit hoher Netzwerkqualität.

Symposium 2018_Folder als pdf.

Ansprechpartner Presseinformation!
Konzeption und InhaltDr. Horst Peter Groß, +43 (0)664/8182026; horst.gross@aau.at
Bildmaterial (honorarfrei) Bernd Harisch +463/2700-8715; uniclub@aau.at

Top-Management Symposium 2018,
31. Mai – 2. Juni, Abbazia di Rosazzo (ITA)
(ausgebucht!)

In unserem 23. TOP-Management Symposium vom 31. Mai bis 2. Juni 2018 auf der Abbazia di Rosazzo mit dem Titel „Schöne neue Welt!?“ geht es um die Ambivalenz, die mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung von immer mehr Lebensbereichen verbunden ist. Gerade weil diese Entwicklung von hoch spezialisiertem technologischem Expertenwissen getrieben wird und die damit [...]

„Was die Welt im Innersten zusammenhält“
25. – 27. Mai 2017

m Kampf um die „Marktanteile der Aufmerksamkeit“ berichten die Medien täglich „live“ über humanitäre, soziale, wirtschaftliche und ökologische Katastrophen: Wir sind permanent konfrontiert mit Finanz- und Wirtschaftskrisen, Steuerflucht und Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Kriegen, Flüchtlingsströmen, religiösem und ideologischem Fanatismus sowie letztlich einer erschreckenden Umweltzerstörung globalen Ausmaßes durch eine kapitalistisch-dominierte Wirtschaftsideologie, die dem Profit alles unterordnet und mit gigantischem Werbeaufwand eine konsumsüchtige Wegwerfgesellschaft produziert.

„An den Grenzen der Vernunft“ 26. – 28. Mai 2016

Die inzwischen bereits globale „geologische Macht“ des Menschen, d.h. seine Fähigkeit irreversible Erdprozesse anzustoßen, läutete nach Paul Crutzen ein neues Erdzeitalter ein, das er als Anthropozän bezeichnete: Das Menschenzeitalter. Er bezieht sich damit auf die gewaltige Veränderungskraft der Technologien, mit deren Hilfe der Mensch die Erde mit seiner Infrastruktur „überzieht“ und in Ökosysteme wie auch in Prozesse und Strukturen von Lebewesen eingreift. Wenngleich massive Natureingriffe bereits in Agrargesellschaften begonnen hatten und nicht erst mit der industriellen Revolution, datiert Crutzen den Beginn des Anthropozäns mit der Erfindung der Dampfmaschine auf das späte 18. Jahrhundert.

„Hinter den Kulissen der Macht“ 04. – 06. Juni 2015

Die Welt scheint zweigeteilt zu sein und sich zunehmend zu polarisieren: Auf der einen Seite befinden sich jene zivilgesellschaftlich und oft nur ehrenamtlich engagierten Idealisten, welche auf Basis der Expertisen kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern „die Welt retten“ möchten und sich besorgt für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Entwicklung einsetzen, die neuerdings auch als „enkeltauglich“ bezeichnet wird. In diesem Sinne setzen sie sich in heroischer Sisyphusarbeit gegen die Auswüchse ungezügelter menschlicher Machtausübung zur Wehr, welche in habgieriger Gewinnabsicht immer umfassender und immer rasanter die natürlichen Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit vernichten.

„Haben oder Sein!?“ 29. – 31. Mai 2014

Wirtschaftswachstum und Bedürfnisbefriedigung über den Kauf von Produkten! – Das ist wohl der wahrscheinlich prägnanteste Nenner einer auf linearem Wachstum basierenden Ökonomie, die zunächst einmal eine wesentliche kulturelle Leistung darstellt und einen unglaublichen Entwicklungsfortschritt gebracht hat. Im Sinne der Wahrnehmung menschlicher Freiheit und Machtentwicklung im Sog der Aufklärung hat sie uns von Aberglauben und religiöser Bevormundung befreit und so erst unsere Individualisierung ermöglicht. Ein System von „Eigentum und Produktion“ hat vielfältige Wünsche erfüllt, breiten Wohlstand geschaffen und vielfach auch Reichtum beschert. Heute können sich viel mehr Menschen als je zuvor vieles kaufen und leisten, was früher unerfüllter Traum war – und das macht den Kapitalismus weltweit so attraktiv.

„Prinzip Verantwortung!?“ 30.Mai – 01. Juni 2013

Die wirtschaftliche und politische Krise seit 2007 hat dazu geführt, dass die Menschen mittlerweile das Vertrauen in ManagerInnen und PolitikerInnen verloren haben. Die Versprechungen von unbegrenzter wirtschaftlicher Entwicklung und von unbegrenztem Wohlstand für alle auf Basis eines freien, deregulierten globalen Markts, dem alles untergeordnet wurde, haben sich nicht erfüllt. Im Gegenteil, es hat sich inzwischen schmerzlich herausgestellt, dass diese fatale marktfundamentalistische Wirtschaftsideologie der vergangenen drei Jahrzehnte selbst die Wurzel des Übels ist, die nicht nur der (Real-)Wirtschaft massiv schadet, sondern immer mehr Menschen in Europa in eine neue Armut treibt.

„Burnout von Mensch und Organisation!?“
07. – 09. Juni 2012

Obwohl von der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht als offizielle Krankheit anerkannt, ist „Burnout“ in den letzten Jahren von einer ursprünglich vereinzelten und tabuisierten (weil mit der Scham des individuellen Scheiterns verbundenen) Diagnose zu einer „etablierten“ Krankheit geworden, von der bereits große Teile der Bevölkerung „befallen“ sind. Die Erklärung für diese psychosomatische Reaktion ist seit der Antike bekannt: Körper und Psyche bilden eine Einheit, Gefühle drücken sich in körperlichen Befindlichkeiten aus, und wenn psychische Erregung, Stress und Konflikte zum Dauerzustand bzw. nicht adäquat verarbeitet werden, dann werden diese Probleme unweigerlich körperlich ausgetragen: Menschen, die sich nicht mehr anders zu „wehren“ wissen, entwickeln chronische Leiden. Arbeitsbeeinträchtigungen, Krankenstände und Frühpensionierungen aufgrund solcher „chronischen Krankheiten“ bedeuten heute eine drastische Kostenbelastung für Unternehmen und die öffentlichen Gesundheits- und Sozialsysteme.

„Die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts“
02.-04. Juni 2011

Die Krise der Finanzmärkte und ihre Folgen für die gesamte Weltwirtschaft, an deren Ende hoch verschuldete Staaten stehen, die nach ihren kurzfristig notwendigen Rettungsversuchen nun selbst Hilfe benötigen, haben eines gezeigt: In einer global vernetzten Welt sind die gegenseitigen Abhängigkeiten inzwischen so groß, dass es immer (auch) ums Ganze geht. Es gibt kein Innen und kein Außen mehr im hergebrachten Sinne. In einer Kettenreaktion erreichen die Auswirkungen eines uneingeschränkten Glaubens an den Wettbewerb und die Verabsolutierung des Marktes alle gesellschaftlichen Subsysteme in allen Regionen der Erde. Die Schulden müssen nun alle tragen. Ihre Auswirkungen verursachen massive Probleme im engeren und weiteren persönlichen Umfeld, für öffentliche Institutionen und private Unternehmen, in den Regionen und Ländern, deren Politik aufgrund weit überschuldeter Staatshaushalte nicht mehr über die notwendigen Handlungsspielräume verfügt.

„Welt und Wirtschaft im UMbruch“ 03.-05. Juni 2010

Hinter dem zutiefst beunruhigenden Einbruch der Weltwirtschaft verbirgt sich eine handfeste strukturelle Krise jenes bis dahin dominanten Wirtschaftsmodells, das vor dem Hintergrund immer härterer Kostenkonkurrenz immer effizienter Überkapazitäten schafft. Dabei wurde ein systemimmanent verursachtes Karussell des Wett - bewerbs in Gang gesetzt: Immer mehr Produkte, immer billiger („Geiz ist geil“), bei immer höherer Produktivität und immer höheren Gewinnen für die Aktionäre. Obwohl wir in einer Überproduktionsgesellschaft leben, agieren „wir“ nach den über - kommenen Rezepten einer Mangelwirtschaft.

„Wirtschaft am Boden der Realität“ 11.-13. Juni 2009

Unternehmensführung im Zeichen des Umbruchs und der Krise. Nun ist es soweit: Der von vielen schon seit langem heraufbeschworene Zusammenbruch des viel kritisierten, absurden Kartenhauses dieses völlig entfesselten Casinokapitalismus hat nicht nur zu einer globalen Finanzkrise (und damit sich selbst ad absurdum) geführt, sondern bedroht nun in massiver Weise die Realwirtschaft. Betroffen sind somit auch jene Betriebe, die de facto nie etwas mit diesen undurchschaubaren „Finanzpraktiken“ anfangen konnten, sondern aufgrund ihrer Arbeit und der Qualität ihrer Produkte ihr Geld verdienten, d.h. jene Unternehmen, die sich mit ihren Dienstleistungen an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientierten, ganz konkreten Mehrwert schufen, und damit auch jene Unternehmer, die nicht nur mehr ihr Geld für sie arbeiten ließen, sondern selbst die Ärmel aufkrempelten.