Universitäts.club Symposien

Mit seinem transdisziplinären, philosophisch-dialektischen Zugang verfolgt der Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten eine ganzheitliche Idee eines Symposiums. Prozesse der kollektiven Selbstreflexion werden für die Praxis des Managements, in der es zunehmend auf die Steuerung von und Vermittlung zwischen komplexen gesellschaftlichen Systemen ankommt, immer wichtiger. Daher sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, ihren persönlichen Standpunkt und ihre konkreten Fragestellungen zum Thema des Symposiums einzubringen, ihre persönlichen Erfahrungen auszutauschen und angebotene Lösungsvorschläge zu überprüfen.

Eingebettet in die besondere Atmosphäre der Abbazia di Rosazzo, einem romanischen Kloster inmitten der Weinberge des friulanischen Collio-Gebietes, wird diese gemeinsame Auseinandersetzung mit einer brisanten Fragestellung zu einer produktiven Zäsur, welche sich vom hektischen beruflichen Alltag wohltuend unterscheidet. Dieser entspannte und anregende Rahmen wird von einem interessanten Publikum wissenschaftsorientierter Unternehmer, Manager und Berater, auch aus dem öffentlichen Bereich, alljährlich gerne angenommen und ist damit ein transdisziplinärer Treffpunkt mit hoher Netzwerkqualität.

Symposium 2018_Folder als pdf.

Ansprechpartner Presseinformation!
Konzeption und InhaltDr. Horst Peter Groß, +43 (0)664/8182026; horst.gross@aau.at
Bildmaterial (honorarfrei) Bernd Harisch +463/2700-8715; uniclub@aau.at

„Corporate Social Responsibility“ 29.-31. Mai 2008

Neue Ethik, Managementmode oder Etikettenschwindel? Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen zwischen Notwendigkeit und Unmöglichkeit. Was soll man davon halten, wenn im Fahrwasser der Nachhaltigkeitsfrage, die von zivilgesellschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Seite zunehmend thematisiert wird, nun plötzlich die „Corporate Social Responsibility“ (kurz: CSR) von Seiten der Wirtschaft „entdeckt“ und ins Spiel gebracht wird? Wo doch die gelebte Praxis in den Unternehmen ganz anders aussieht, weil das vor gut eineinhalb Jahrzehnten noch umstritten diskutierte neoliberale Gedankengut inzwischen betriebswirtschaftliche Realität geworden ist?

„Entscheiden Sie sich“ 07.-09. Juni 2007

Willensfreiheit, Verantwortung und die Angst vor Unsicherheit. Entscheidungen sind einerseits ein so alltägliches Phänomen, dass es kaum bewusst ist, wie viele Entscheidungen im Laufe eines Tages getroffen werden. Ohne diese vielen kleinen Entscheidungen würde nichts weitergehen, Ent scheidungen sind die Grundlage und der Motor von Bewegung und Entwicklung. Erst wenn einmal keine Entscheidung fällt oder eine solche als ausständig befunden wird, bemerkt man den dadurch verursachten Stillstand, das Vakuum, die Pattsituation. Erst dadurch wird bewusst, dass eine Entscheidung notwendig ist.

„Zukunft“ 25.-27. Mai 2006

Schicksal – Prophezeiung – Berechnung – Vision – Gestaltung...? Seit jeher sind die Menschen schwer damit fertig geworden, dass die Zukunft offen ist, dass niemand weiß, was die Zukunft wirklich bringt. Die edonistische Konzentration auf die Gegenwart – die egoistische Nutzung von Möglichkeiten im Sinne des “carpe diem” – ist daher eine mögliche pragmatische Tendenz bzw. Haltung, die man aus dieser Ohnmächtigkeit heraus entwickeln bzw. einnehmen kann. Die Ungewissheit sowie die damit verbundene Angst bleiben aber dennoch. Schon immer haben die Menschen daher auch “höhere Gewalt” dafür verantwortlich gemacht, was mit ihnen passiert.

„Genug ist noch zu wenig!“ 02.-04. Juni 2005

Die Gier des ”Homo oeconomicus” und ihre Grenzen. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Berliner Mauer Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts begann ein von einschlägig optimistischen Wirtschaftsund Finanzkreisen als ”Die goldenen Neunziger” bezeichnetes Jahrzehnt, das von Megadeals und Megawachstum gekennzeichnet war. Mit einem beispiellosen Boom an den Börsen begann sich der Finanzkapitalismus weltweit durchzusetzen – getrieben von überdimensionalen ”Produktivitätszuwächsen” einer so genannten ”New Economy” und begleitet von einer beinahe schon dogmatischen Deregulierung im Sinne privater Interessen.

„Macht! Fluch oder Segen?“ 03.-05. Juni 2004

Strategien zur Durch- und Umsetzung unterschiedlicher Interessen. Der Begriff "Macht" ist ambivalent und verführt zur Polarisierung. Schnell wird Macht negativ assoziiert mit Machtmissbrauch, insbesondere von jenen, die nicht über die Möglichkeiten und Kompetenzen verfügen, sich gegenüber anderen durchzusetzen. Macht als die Möglichkeit zu bestimmen, ob (oder wie, wann) etwas passiert oder nicht, erweist sich andererseits aber auch als die Möglichkeit zu handeln, wo um unterschiedliche, zum Teil antagonistische Interessen gerungen und um Vorteile gekämpft wird. Macht wirkt.

„Der Preis des Profits“ 29.-31. Mai 2003

Die Krise des neoliberalen Ökonomiemodells: Betriebsunfall oder System? Die Weltkonjunktur ist ins Stocken geraten. Die Verheißungen der Globalisierung und insbesondere die offensichtlich viel zu hohen ersprechungen der New Economy sind an den Börsen zerplatzt wie Seifenblasen. Die Rede von der "Gesundung" der Wirtschaft bzw. von der Überwindung einer "temporären Strukturkrise" über eine globale Orientierung am Shareholder Value, einer Wirtschaftspolitik also, die sich zunehmend der Logik des Kapitalmarktes verschrieben hat und ihr Heil in Fusionen und noch weiter gehender Deregulierung/Liberalisierung sucht, ist längst einem Bejammern des weltweit angeschlagenen Wirtschaftsmotors gewichen.

„Die Macht der Konflikte“ 30. Mai – 01. Juni 2002

Ursachen und Lösungen von Konflikten zwischen Individuen, Gruppen und Organisationen. Widersprüche und Konflikte begleiten und gestalten unser ganzes Leben. Ob wir wollen oder nicht, sind wir laufend damit beschäftigt, mehr oder weniger schwierige Entscheidungen zu treffen oder diese - mit nicht unbeträchtlichem Aufwand und manchmal hohen finanziellen, psychischen oder gar gesundheitlichen Kosten - hinauszuschieben. Vielfach werden die betreffenden Konflikte als solche gar nicht wahrgenommen (verdrängt) oder geleugnet, denn: Die Auseinandersetzung mit Konflikten ist emotional besetzt, oft ärgerlich und zumeist mit Unsicherheit und damit auch mit Angst verbunden. Entscheidungen zu treffen ist anstrengend, insbesondere dann, wenn zwei „soziale Wahrheiten“ aufeinander treffen, von denen beide - aus ihrer jeweiligen Sicht - berechtigt und damit „richtig“ sind oder wenn notwendige Entscheidungen unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

„Zeit ist Geld !?“ 07. – 09. Juni 2001

Geld ist ein höchst praktisches Mittel zum Zweck. Die Möglichkeiten, die mit dem Geld verbunden sind, haben etwas Unwiderstehliches, ja Magisches an sich. Und tatsächlich vereinigt das „Produkt Geld„ verschiedene Widersprüche in sich, die es so interessant und zentral werden lassen. Man kann sich damit einerseits die für das Leben notwendigen Produkte eintauschen, sich Wünsche erfüllen und – sofern man genug davon hat – auch so manchen Luxus leisten oder sich gar Träume erfüllen. Man kann sogar sein Geld für sich arbeiten lassen. Andererseits werden mit Geld aber auch Arbeits- und Dienstleistungen abgegolten.

„Friss oder stirb“ 25. – 27. Mai 2000

Über die Ethik der Unternehmensführung oder die Frage, wieviel Moral dem „Diktat des Sachzwangs" geopfert werden darf? Der Titel dieses nun schon fünften Universitäts.Club-Symposiums kann und soll durchaus in mehrfacher Hinsicht interpretiert werden. Die Doppelsinnigkeit durch die Verwendung des Begriffes ,,Fressen" im Zusammenhang mit der Frage nach der Ethik in der Wirtschaft kann zunächst einmal - wie auch aus dem Untertitel hervorgeht - auf die Ohnmächtigkeit bezogen werden, der man in der heutigen Arbeitswelt ausgesetzt ist, obwohl mehr denn je der selbständige, unternehmerisch denkende Mitarbeiter oder der flexible, auf Wertschöpfung bedachte Fachspezialist gefragt und benötigt wird.

„Zauberlehrlinge des Wirtschaftswachstums“
03. – 05. Juni 1999

Management, das Wahre, Gute, Schöne und die Magie von Beschleunigung, Globalisierung und Shareholder Value. Die Welt entwickelt sich zu einem “globalen Finanzdorf”. In einer Mischung aus Virtualität und Realität entwickeln sich die Börsenkurse, in denen sich immer weniger die tatsächlichen Leistungen der notierten Unternehmen, sondern vielmehr die Erwartungen der weltweiten Anleger widerspiegeln. Alle, Unternehmer, Anleger und die immer mehr von dieser Logik der Wirtschaft vereinnahmten politischen Verwalter regionaler Volkswirtschaften sind getrieben von der Hoffnung linearen Wirtschaftswachstums, niedriger Inflation, geringer Arbeitslosigkeit und stetig steigenden Börsenkursen.